15.08.2011 - Conny Schrader ist Deutscher Meister
Überraschung bei den Masters
Conny Schrader ist erneut Deutscher Meister im Wakeboarden am Boot. Vor ca. 2500 Zuschauern konnte er sich an der Regattastrecke Beetzsee in Brandenburg klar von der Konkurrenz absetzen.

[Alle Fotos vom Contest findet ihr hier]


[Alle Schnappschüsse von der DM findet ihr hier]


Vergangenes Wochenende fand in Brandenburg die Deutsche Meisterschaft im Wakeboarden am Boot statt. Nachdem einige Monate zuvor die ursprünglich in Köln geplante Veranstaltung abgesagt wurde, hatte sich der 1. Deutsche Wakeboard Verein Berlin rund um Martin Dobbeck kurzfristig bereit erklärt, an der Regattastrecke in Beetzsee diesen Contest auszurichten.


Conny Schrader stickt einen Tantrum direkt vor dem Fahrerlager der Regattastrecke


Viele der Teilnehmer waren gespannt auf die neue Location in der Nähe von Berlin und auf einen Event, der in extrem kurzer Zeit organisiert werden musste.

Umso größer war die Überraschung für alle Angereisten, denn was die Jungs und Mädels aus der Hauptstadt zusammen mit den Sponsoren auf die Beine gestellt haben, war wirklich eine Meisterleistung!

Nicht nur für die Teilnehmer waren die Bedingungen nahezu perfekt. Auch für das Publikum wurde sehr viel geboten.



Die MasterCraft X-Star kreuzt die Video-Leinwand


Anfangen muss man natürlich mit dem Wichtigsten: Dem Zugboot. Hier hat sich MasterCraft, einer der Hauptsponsoren, nicht lumpen lassen und mit einer MasterCraft X-Star Parks Edition eines der besten am Markt verfügbaren Wakeboard-Boote ins Wasser gesetzt. Am Steuer keine Geringerer als Martin James, Profi-Bootsfahrer, und vor kurzem erst eingesetzt als Official Driver bei der WM in Italien.

Die Wake war gigantisch!

Durch die vorhandene Video-Leinwand konnte das Puplikum aus vielen verschiedenen Perspektiven das Geschehen auf der Strecke verfolgen. So war man immer hautnah dabei, auch wenn das Boot mit Rider bereits am Ende der Strecke unterwegs war.

Unmittelbar neben der Wettkampfstrecke konnte an zahlreichen Ständen Boarder-, Surf- und Skate-Stuff eingekauft werden. Insgesamt also die perfekten Rahmenbedingungen für einen Wettkampf.

Selbst der Wettergott hatte ein Einsehen mit den Boardern. Auch wenn man in diesem Jahr das Wort "Sommer" lieber nicht in den Mund nehmen sollte, so war doch zumindest am Großteil des Wochenendes gutes Wetter über Brandenburg. Lediglich am Ende des Finales erwischte es den Favoriten Conny Schrader mit einem heftigen Platzregen.



Philipp Schramm im Finale am Sonntag


Kommen wir zum Wettkampfgeschehen der Deutschen Meisterschaft und hier zuerst zu den Juniors.

Auf dem ersten Platz landete wieder der amtierende Deutsche Meister Philipp Schramm. Nach einem sicheren Finallauf mit sehr hohen und stylischen Tricks ließ er seinen Konkurrenten, Moritz Thiele vom Team Wakeberlin und Julian Hohn, der mit seinen 10 Jahren eigentlich noch eine Altersklasse tiefer starten könnte, keine Chance. Ab nächstem Jahr wird Philipp aufgrund seines Alters bei den Open Men an den Start gehen müssen. Wir sind gespannt, ob Philipp auch in dieser Kategorie ganz vorne mitfahren kann.



Sven Assmuth beim 2UP. Leider reichte es für ihn nur für Rang 3



Bei den Masters gab es in diesem Jahr die größten Überraschungen. Wie immer ganz vorne dabei der Deutsche Meister 2010 Sven Assmuth und Lokalmatador Dominik Lindemann. Beide zeigten in ihren Läufen eine sehr gute Leistung und konnten vor allem beim 2UP punkten. Dass es zwsichen den beiden sehr knapp werden würde, war vielen der Zuschauer klar.

Doch einen hatte keiner auf der Liste: Volker Schmidt. Das Trockenanzugs-Wakeboardurgestein konnte mit einem extrem sicheren und soliden Lauf zwar nicht den Style-Award des Wochenendes gewinnen, aber immerhin soviele Punkte bei den Judges einfahren, dass es für den ersten Platz reichte. Dominik Lindemann landete schlußendlich mit 0,6 Punkten Vorsprung hauchdünn vor Sven Assmuth auf Platz 3.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass Dominik Lindemann auch in der Orga des Events sehr aktiv war. Deshalb ein extra dickes Dankeschön auch an ihn!



Siggi Bächler mit einem sicheren Invert


In der Kategorie der Ladies gab es in diesem Jahr keine Überraschungen. Die amtierende Weltmeisterin bei den Masters, Siggi Bächler, ging als haushohe Favoritin ins Rennen und konnte ihrer Rolle voll gerecht werden. Sie zeigte mit einem stylischen 360 bereits im Vorlauf ihre Klasse und setzte im Finale noch einen Invert oben drauf. Mit dieser Leistung konnte Siggi ihre Verfolgerinnen Ginger Pfennings und Kerstin Kleinenbrands ganz klar auf die Plätze 2 und 3 verdrängen.



Conny Schrader hatte mit starkem Platzregen zu Kämpfen


Ganz spannend wurde es nochmal beim Finale der Herren. Zum engsten Favoritenkreis konnte man in diesem Jahr neben Conny Schrader und Alex Neuwirth (1. und 2. des Vorjahres) auch Christian Müller zählen. Dieser machte bereits in der Quali mit extrem hohen Inverts und Raleys auf sich aufmerksam.

Und tatsächlich war es Christian Müller, der am Ende der Finalruns auf Platz 2 landete und Alex Neuwirth auf Platz 3 hinter sich lassen konnte. Alex Neuwirth hatte am Final-Sonntag sicher nicht den besten Tag dieser Saison erwischt und blieb weit unter seinen Möglichkeiten zurück.

Conny Schrader war trotz Platzregens auch im Finale nicht zu schlagen und landete trotz verpatztem 2Up ganz klar auf dem ersten Rang.

Herzlichen Glückwunsch, Conny!



Zum Schluß möchten wir noch einmal ein dickes Dankeschön an Veranstalter und Sponsoren der DM 2011 aussprechen. Wir freuen uns auf 2012!



Die Ergebnisse im Einzelnen:


Junior Men




1. Philipp Schramm, 50.00
2. Moritz Thiele, 26.22
3. Julian Hohn, 25.11
4. Marcel Tilwitz, 16.11


Masters Men




1. Volker Schmidt, 45.89
2. Dominik Lindemann, 42.89
3. Sven Assmuth, 42.11
4. Manuel Riemer, 28.33
5. Robert Schneider, 21.78


Open Women




1. Sigi Baechler, 44.78
2. Ginger Pfennigs, 29.11
3. Kerstin Kleinenbrands, 23.22
4. Maria Schuettpeltz, 16.78
5. Jana Romeike, 13.44
6. Nevena Schoeneberg, 5.11


Open Men




1. Conny Schrader, 62.56
2. Christian Mueller, 15.32
3. Alex Neuwirth, 42.11
4. Joey Zimmermann, 40.67
5. Philip Thiele, 37.45





Text und Fotos: Reto


zurück