Immer noch gestokt von diesem ultimativen Wochenende fehlen mir die Worte um dieses Event in einem Bericht gebührend zu beschreiben. Sonne satt, fette Wakeboardboote, Heli-Action, Contest-Riding auf höchstem Level, chillige Stimmung tagsüber und dicke Party am Abend waren eingerahmt in eine perfekte Organisation. Ungern schreibe ich vom besten Wakeboard Event aller Zeiten, auch wenn meine Vorstellungskraft eine Steigerung kaum noch zulässt.
| Schnappschüsse vom Event findet ihr hier |

Chill and Ride Base 2007
Chill and Ride Event
Eins vorne weg: Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. Denn das Chill and Ride 2007 wird in die Geschichte des Wakeboardens am Boot in Deutschland eingehen. Sicher gab es schon Events mit höherem Riding Level (z.B. beim OffAxis in München) oder größeren Partys, aber was es nicht gab, war diese Stimmung und dieses Flair, das die Veranstaltung von Donnerstag bis Sonntag begleitet hat.
Es waren die kleinen Erlebnisse auf dem Hotelschiff und auf dem Wasser, die dieses Treffen ausmachen. Kleines Beispiel? Wir sind mit unserer X-2 auf der Strecke, um ein paar Riding-Szenen mit der Kamera einzufangen. Auf dem Weg kreuzen wir eine CC Super Air 226 an der gerade eine Surf-Session läuft. Als wir uns spontan neben das andere Boot setzen, nutzt die Surferin die Chance um einen Wake Transfer zu unserem Boot zu wagen.
Keine Planung, keine Absprache einfach aus der Situation heraus kamen die schönsten Momente zu stande.

Spontane Doppel-Boat Surf Session nach dem sonntäglichen Frühstück
Ähnliches erlebten wir am Sonntag nach dem Frühstück, als wir das Ronix Team auf dem Wasser trafen und eine Doppel-Boat Surf Session mit 3 (!) Wakesurfern versuchten. Es blieb zwar bei dem Versuch, aber was zählt war der Spass an der Sache.

Französischer Charme auf dem Hotel L´Elegant
Erheblich zum chilligen Ablauf der Veranstaltung hat das Hotelschiff L´Elegant beigtragen, das als Basis-Station für die Boote diente und zeitgleich Anlegemöglichkeit, Schlafpatz, Party- und Verpflegungsschiff war.
Nach unserem Eintreffen am Donnerstag waren wir aufgrund des etwas biederen Charmes des französischen Schiffs noch etwas skeptisch, ob diese Location der geeignete Ort für uns Wakeboarder werden könnte. Auch die Crew machte anfangs einen etwas unglücklichen Eindruck als die ersten Boarder in gewohntem Style das Schiff betraten.
Nach dem ersten Sonnenuntergang auf dem wundervollen Oberdeck, konnten sich Boarder und Crew aneinander gewöhnen und die allabendlichen Parties wurden von Tag zu Tag besser. Der Höhepunkt des Partygeschehens war dann am Samstag Nacht erreicht, als Moderator und DJ Jan "Digga" ans Mischpult trat und die Menge zum Kochen brachte.

Heli-Aufnahmen von Flo Keim
Ebenso wie die Jahre zuvor hatten wir die Gelegenheit für unser Filmprojekt AIRA71 einen Heli für Aufnahmen zu nutzen. Als Rider standen uns Andy Maiyenberg, Hardy Tunnissen und Flo Keim zur Verfügung, so dass von den Aufnahmen einiges zu erwarten ist.
Einen kleinen Preview der Aufnahmen seht ihr oben als Flash-Video ;-)
Auch die Zuschauer hatten die Möglichkeit Heli-Rundflüge zu buchen. Die Preise hierfür waren sehr moderat und viele machten von dem Nervenkitzel gebrauch. Selbst das Zuschauen vom Boden aus ließ einigen das Blut in den Adern gefrieren. Airwolf ist wie Ballonfahren im Vergleich zu den Skills des C&R Piloten.
Chill and Ride Team Challenge
Gleich am Freitag ging es los mit dem ersten Highlight: Die Chill and Ride Team Challenge. 7 Teams hatten sich angemeldet, um mit 2 Wakeboardern, 1 Wakeboarderin und 1 Wakesurfer bzw. Wakeskater gegen einander anzutreten. Zu den Favoriten zählten das Team Ronix, die Fantastic Four und unser Wakeboard1.de Team.

Team Ronix: Sigi Bächler, Flo Keim, Siggi Pranke und Sepp Ascherl
Am Ende des Contests konnte sich das Team Ronix mit Sigi Bächler, Siggi Pranke, Flo Keim und Sepp Ascherl relativ klar gegen unser Team auf Platz 2, knapp gefolgt von den Fantastic Four, durchsetzen.
Chill and Ride Cup Ladies
Spannend wurde es am Samstag Mittag. Die Chill and Ride Einzelwertung stand auf dem Programm und die Rider konnten unter den wachsamen Augen von Chefstarter Olaf mit ihren Booten an den Start gehen.
Bei den Ladies schafften es Kerstin Kleinenbrands, Pete Reißmann und Sigi Bächler klar ins Finale. Es lief also wieder einmal auf das alte Duell zwischen Pete Reißmann und Sigi Bächler hinaus, das in der Vergangenheit immer zu Gunsten Sigis entschieden wurde.
Pete behielt im Finale die Nerven und zeigte eine saubere und sehr hohe Backroll sowie fette 180s mit Grab und stylische W2Ws. Sigi konnte mit einer Frontroll und einer Backroll dagegen halten. Trotz eines Inverts mehr auf Sigis Konto, wagte keiner der Zuschauer eine Vorhersage des Ergebnisses, denn Sigis Landungen bei den Inverts waren nicht so sauber wie gewohnt.

Pete Reißmann - Siegerin der Ladies
Mit 32,90 zu 32,20 Punkten konnte sich letztlich Pete mit einem denkbar knappen Vorsprung erstmalig gegen Sigi durchsetzen. Glückwunsch an Pete! :-)
Damit steigt eine Woche vor der DM in Trier die Spannung, ob Sigi Bächler als amtierende Deutsche Meisterin ihren Titel erneut verteidigen kann.
Chill and Ride Cup Men
Noch knapper waren die Ergebnisse bei den Herren. Das Starterfeld ließ bereits im Vorfeld einen harten Fight zwischen den Boardern erwarten, denn neben den Deutschen Hardy Tunnissen, Florian Keim, Sven Assmuth, Siggi Pranke und Alex Neuwirth standen auch der Schweizer Masters Weltmeister Andy Maiyenberg und Hollands Toprider Abel Vegter auf der Favoritenliste.

Siggi stylt sich ins Finale
Mit sehr sicheren Inverts und super stylischen 360s gelang Siggi Pranke der Einzug ins Finale, wo er sich nur gegen Abel Vegter und Flo Keim geschlagen geben musste. Nach einer längeren Verletzungs- und Studium-bedingten Pause scheint bei Siggi nun der Knoten geplatzt zu sein.
Daumen hoch für den Rider aus Köln, der durch sein Engagement für den Wakeboardsport eine feste Größe in der Szene ist.

OffAxis 360von Abel Vegter
Das Duell des Tages lautete am Ende Abel Vegter gegen Flo Keim. Bereits im Qualifying hatte Abel mit einem Big Worm und super sicheren Whirlys, Tootsie Roll und hohen Off Axis Spins die Messlatte extrem hoch gelegt.
Flo Keim blieb also nur die Möglichkeit sich auf seine Stärken zu konzentrieren und seine bekannten Raley Variationen auszupacken.

Alles entscheidender 2up von Flo Keim
Bis zur letzten Sekunde war das Finale an Spannung kaum zu überbieten. Erst mit dem 2Up konnte Flo einen minimalen Vorsprung von 0,4 Punkten gegenüber Abel Vegter herausfahren.
Der Augsburger konnte damit den Fluch des ewig knapp Geschlagenen ablegen und seinen ersten Sieg bei einem großen Boots-Contest feiern. Hoffen wir, dass Flo seine Topform behält und bei der DM in Trier ebenso gute Leistungen zeigt.
Danke an die Orga
Zum Schluss noch ein großes DANKESCHÖN an die Organisatoren des Chill and Ride 2007: Daniel, Tanja und Olaf. Eure Arbeit hat sich gelohnt und ihr habt etwas Einmaliges auf die Beine gestellt. Danke auch an Wakesport Deutschland, insbesondere Sven und Sonja, für die sportliche Durchführung der Contests!
Wir freuen uns auf das Chill and Ride 2008!
Alle Ergebnisse im Einzelnen:
Ergebnisse C&R Cup Ladies

| 1. | Pete Reißmann | 32,90 |
| 2. | Sigrid Bächler | 32,20 |
| 3. | Kerstin Kleinenbrands | 27,20 |
| 4. | Korina Smyrek | 19,80 |
| 5. | Kerstin Skirlo | 16,70 |
| 5. | Bea Schmitz | 12,90 |
| 7. | Monica Bahillo | 11,60 |
Ergebnisse C&R Cup Men

| 1. | Flo Keim | 37,00 |
| 2. | Abel Vegter | 36,60 |
| 3. | Siggi Pranke | 35,50 |
| 4. | Sven Assmuth | 32,40 |
| 5. | Thomas Schick | 31,00 |
| 6. | Hardy Tunnissen | 30,90 |
| 7. | Sepp Ascherl | 23,90 |
| 8. | Mario Rendler | 23,60 |
| 9. | Alex Neuwirth | 19,20 |
| 10. | Hembo Fleig | 18,40 |
| 11. | Goran Kenny | 13,40 |
| 12. | Ronny Konietzko | 13,20 |
| 13. | Tobias Eil | 6,00 |
| 14. | Rolli Ammann | 5,40 |
Ergebnisse Team Challenge
| 1. | Ronix | 54,69 |
| 2. | Wakeboard1.de | 34,21 |
| 3. | Fantastic 4 | 32,36 |
| 4. | Wake and Ski Team | 23,97 |
| 5. | Malibu Mix | 23,51 |
| 6. | Chaos Team | 17,94 |
| 7. | Big Äppler | 16,71 |
Text: Reto / Wakeboard1.de
Fotos: Pete, Harry, Tanja, Reto












