[Weitere Fotos auf Wakeboard1.de]
Schnappschüsse rund um den Contest von Patrick Prill / gapmagazin.com
[Pressestimmen]
Bericht Kitzinger Zeitung vom 02.10.2007
Bericht Main Post vom 06.10.2007
[Radiointerview]
Live von der Wakesurf DM mit Harry Döpfert auf Radio Gong

Ideale Location in Schwarzenau am Main
Gezogen oder besser gesagt als Wellenmacher, fungierte eine Mastercraft X2 die fernab von jedem Ozean, eine beachtliche Welle produzierte dass selbst Poseidon neidisch wird.
Das Contestformat gestaltete sich ebenfalls relativ einfach. Jeder Rider hatte in der Quali 8 Minuten Warm up welche im Anschluss direkt in einen vier minütigen Wertungslauf übergingen. So hatten alle Teilnehmer vorab die Möglichkeit sich Warm zu fahren und die Welle zu Testen bevor es richtig ernst wurde.
Am Samstag zu den Qualifikationsläufen dann aber die erste Überraschung, Petrus hatte es nicht gut gemeint mit den Wakesurfern und pustete einen so starken Wind über die Strecke, das an Fahren erstmal nicht denken war. Es wurde gewartet und gegen Mittag waren die Bendingungen zwar nicht Perfekt, aber Surfbar!

Denis Weis kämpft am Samstag mit den Kabbel-Wellen
Und so ging es direkt mit den Regular Ridern los, die sich durch die rauen Bedingungen kämpfen mussten! Allen voran war es Reto Reißmann, der von Anfang an seine Titelambitionen unter Beweiß stellte und als erster aus der Quali kam. Wer aber denkt für ihn wäre es ein leichtes Heimspiel geworden, der irrt!
Denn gerade die angereisten Wellenreiter zeigten, dass sie sich auch beim Surfen hinterm Boot sehr Wohlfühlen! Hier wurden harte Cutbacks gezeigt, gegrabt was das Zeug hält und die Welle bearbeitet dass es eine Freude war zuzuschauen.
Doch auch aus der Wakeboard Szene fanden sich bekannte Gesichter wie z.B. Hardy Tunnissen, Sepp Ascherl oder auch Julian Koke, der angespornt von soviel Surfflair, seine ersten Surf Versuche im Rahmen der DM wagte.

Haedjudge Tobi Baier bewies in der Pause,
dass er nicht nur das Scoreboard beherrscht.
Schon nach wenigen Versuchen stand der Vize Weltmeister von 2001 sicher auf dem Surfboard und zeigte mit dem ebenfalls das erste Mal Surfenden Chris Wilkens, das es nie zu spät es für die DM zu üben und sei es erst im Training.
So schlecht sich das Wetter am Qualifikationstag präsentierte, umso besser war es dann zum Finaltag! Mit strahlenden, Sonnenschein und spiegelglattem Wasser zeigte sich der Main in Schwarzenau von seiner besten Seite! Headjudge Tobi Baier aus München hatte seine Bleistifte gespitzt und war wie die Zuschauer voller Erwartung.
Gestartet wurde am Final Tag mit den Goofy Ridern, bei denen es vor allem Heiko Grelle war, der neben Hardy Tunnissen, mit schönen Cutbacks sowie Lipslides richtig Punkten konnte und für seinen Surfstyle mit dem 4. Platz belohnt wurde. Doch auch bei den beiden Anfängern Julian Koke und Chris Wilkens lief es immer besser und es wurde ein spannendes Kopf an Kopf Rennen der beiden, welches mit Punktgleichstand und dem 11. Platz belohnt wurde!

Bootsfahrerin Pete hat die Mastercraft X-2 voll im Griff
Die anschließende Mittagspause wurde genutzt um das Boot für die nun startenden Regular Rider vorzubereiten, während sich die Zuschauer Tribünen allmählich mehr und mehr füllten.
Den Anfang für die Regular Rider machte der Kölner Patrick Prill, der sich zu allem Unglück am Vortag noch die Schulter auskugelte, es sich aber nicht nehmen lassen wollte zum Finale doch noch einmal zu starten! Gehandicapt durch die Verletzung musste er sich allerdings knapp gegen Denis Weis geschlagen geben, der einfach etwas sicherer auf dem Board stand und so verdient den 9. Platz mit nach Hause nahm.
Unter den letzten Startern sollte es dann noch mal richtig spannend werden, doch bevor die Favoriten aufs Wasser durften, konnte Andreas Schäfer sich noch völlig unbehelligt nach vorne Fahren! Ihn hatte keiner auf der Rechnung und so nutze der Underdog seine Chance und belegte den 5. Platz knapp vor Local Harald Döpfert, der immerhin mit einem 360° Off zum Ende des Laufes glänzen konnte.
Als Sepp Ascherl aufs Wasser ging wurde es richtig Interessant. Schließlich war auch er einer der Favoriten auf den Titel. Er legte los wie die Feuerwehr und brillierte unter anderem mit Frontside Lipslide kombiniert mit harten Cutbacks sowie Grabs und einem fetten Floater, was ihm den 3. Podiumsplatz einbrachte.

Wellenreiter und Riversurfer Philip beweist, dass er auch am Boot rockt
Fernab von jeglichem Salzwasser zeigte Philip Mes, dass er sich nicht nur in den Wellen des Atlantiks, sondern auch im Süßwasser des Mains zuhause fühlt! Er knallte mit seinem Shortboard einen Fire Hydrant, Drop Knee, Stalling und ebenfalls starke Cutbacks heraus, so dass man dachte die Wellen Hawaiis würden bis nach Schwarzenau schwappen.
Damit hatte er gut vorgelegt und ihm konnte jetzt nur noch der New Schnitzel Rider und Localmatador Reto Reißmann gefährlich werden!
Völlig unbeeindruckt von Philips Leistungen packte Reto Reißmann zwei sichere 360° in seinen Run, was deutlich zeigt wie sicher er auf dem Board steht. Als dann noch Frontside Lipslide, Backside Lipslide und eine Platform Return folgten, wurde allen klar, dass es zwischen den Beiden knapp werden würde.

Reto nutzt seinen Heimvorteil
Schlussendlich konnte sich Reto dann mit zwei Punkten Vorsprung vor Philip Mes durchsetzen und sich den zum ersten Mal vergebenen Titel des Deutschen Wakesurf Meisters unter den Nagel reißen.
Dank der Sponsoren Reef, Newschnitzel und Billabong konnten die Fahrer mit fetten Sachpreisen wie einem NEW Wakesurfbrett, einem Billabong Wetsuit, einer Schwimmweste von Billabong, sowie zahlreichen stylischen Klamotten, Schlappen und DVDs nach Hause gehen. Metallbau Remmel sponsorte die extradicken Edelstahl-Medaillen. Danke!
Wir schauen schon gespannt ins nächste Jahr, denn diese Veranstaltung hat das Wakesurfen in Deutschland wirklich einen Schritt weitergebracht! Gerade die große Teilnehmerzahl an Surfern bereichert die Szene ungemein, was sich auch in neuen Tricks und Style widerspiegelt.
Die Ergebnisse im Einzelnen

1. Reto Reißmann, 95 Pt.
2. Philip Mes, 93 Pt.
3. Sebastian Ascher, 92 Pt.
4. Heiko Grelle, 80 Pt.
5. Andreas Schäfer, 68 Pt.
6. Harald Döpfert, 57 Pt.
7. Hardy Tunnissen, 52 Pt.
8. Pascal Klares, 50 Pt.
9. Denis Weis, 30 Pt.
10. Patrick Prill, 28 Pt.
11. Julian Koke, 15 Pt.
11. Chris Wilkens, 15 Pt.
Text: Pripa für Wakeboard1.de
Fotos: Patrick Prill / gapmagazin.com












