10.12.2007 - Slingshot Wakeboards und Bindungen im Test
Flexboards im Vormarsch?
Nachdem wir bereits zu Beginn des Jahres über Slingshot und deren Innovationen für Boards- und Boots berichteten (siehe Artikel vom 17.02.2007), hatten wir nun die Möglichkeit das Material zu Wasser zu lassen.

Um einen unabhängigen, möglichst repräsentativen Eindruck vom Slingshot-Stuff zu bekommen, haben wir gleich mehrere Fahrer unterschiedlichen Levels testen lassen. Der Testbericht ist sozusagen als Quintessenz aus der Menge an Eindrücken der Rider zu verstehen. 

 

Der Slingshot Stuff in Aktion

Getestet wurde das 06`er Recoil 142cm mit dem Driver- Boot. Die Fa. MARTENS & HOHMANN GBR, die den Vetrieb für Deutschland hat, stellte uns freundlicherweise das Material zur Verfügung. Selbstverständlich wurde nur am Boot getestet...
 
Zur Sache:
 
Ohne lange drumherum zu reden, gehören zu den herausragenden positiven Eigenschaften des Boards - wie wahrscheinlich schon von euch vermutet - die wirklich soften Landungen. Der Flex des Boards macht sich besonders bei „taillastigen" Landungen bemerkbar - wohl auch deshalb, weil das Board an den Enden dünner ist.

Trotzdem sind die Dämpfungseigenschaften auch bei mittigen Landungen noch deutlich spürbar. Anfangs vermutete schwammige Eigenschaften beim Kanten, ließen sich allerdings nur von einem unsere Rider feststellen, wobei jener Wakeboarder auch Darin Shapiro (was das Kanten angeht) Konkurrenz machen kann.

Aufgrund des absolut flachen „Unterwasserschiffs" ohne Channels/ Rails etc. hat man beim Fahren das Gefühl, dass das Board am Wasser klebt. Der Pop auf der Welle ist dafür überraschend direkt, was sicherlich auch an dem 3-Stage Rocker des getesteten Models liegt.



Hier zeigt sich der Flex des Boards

Ein Extra an Höhe bzw. Airtime durch eine Entladung der gespeicherten Energie, theoretisch hervorgerufen durch eine Vorbiegung beim Kanten durch einen Katapulteffekt (Slingshot [engl.]: Katapult / Schleuder) wurde nicht festgestellt. Die beobachteten Jumps waren aber auch auf keinen Fall niedriger als die Jumps mit den „konventionellen" Wakeboards.
 
Zu den Boots ist zu sagen, dass Sie echt bequem am Fuß liegen und optimal angepasst werden können. Ein kleiner Nachteil des aufwendigen Schnür und Klettsystems ist eine recht zeitaufwendige Ein- und Aussstiegsprozedur. Außerdem löste sich beim Sturz der Innenschuh ein-, zweimal vom Außenschuh.

Ein kleiner Wehrmutstropfen für Leute die vom Board begeistert sind, allerdings nicht auf „ihren" Boot verzichten wollen ist die slingshotspezifische Platzierung der Inserts. Alle der voran genannten kleinen Makel sind aber laut Hersteller für 2008 behoben, bzw. es wir eine Adapterplatte für Nicht-Slingshotbindungen geben.
 


Hier ein kleiner Preview des 2008er Materials:

 
Stuff 2008
 

Fazit:

Besonders für Rider die auf softe, fehlerverzeihende Landungen stehen und dabei nicht auf Fahreigenschaften wie guter Kantenhalt und Pop verzichten möchten sind die Slingshot Boards interessant. In diesem Zusammenhang möglicherweise auch für kniekranke Wakeboarder eine echte Alternative.

Bei Erweiterung der Produktpalette und einer Weiterentwicklung des einen oder anderen Details hat Slingshot echtes Potential für den Wakeboardmarkt!



Text: Wakeboard1.de
Foto: Slingshot, Archiv

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