Nashville, USA war Schauplatz der diesjährigen Wakesurf WM
Die Amateure zeigten anfangs teils beeindruckende Leistungen. Obwohl der Wettkampf bei ihnen in Surf- und Skimstyle unterteilt war, trennte sich schon hier ganz schnell die Spreu vom Weizen. Die besten Amateure hätten sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen getrost in der Open-Kategorie mitmachen können. Sie zeigten lockere 360s, zumindest versuchte 720s und die Männer auch Airs. Doch eine besondere Regel scheint dafür zu sorgen, dass die meisten lieber bei den Amateuren bleiben. Denn jemand, der einmal in den USA bei den Open (also Profis) teilgenommen hat, darf niemals mehr als Amateur mitmachen. Die Plätze haben dann, wie erwartet, die US-Amerikaner unter sich ausgemacht. Als einer der wenigen Europäer landete am Ende Clemenz Büchel aus, ja tatsächlich, Liechtenstein, bei den Amateuren auf Rang 5.
Rebecca Ort hinter der Centurion Enzo
Der Open-Wettkampf der Damen wurde dann zur Erfolgsgeschichte von Rebecca Ort. Sie surfte sich in der Vorrunde so easy ins Final, wie sie es selbst nicht erwartet hatte. Ihr Erfolgsrezept: Airs. Richtig hohe Airs. Keine andere Frau konnte ihr das Wasser reichen bzw. das Board überhaupt aus dem Wasser reissen. Und im Final setzte sie noch Einen drauf: neben den Airs sassen auch noch zwei 360s, jede Menge Grabs und ein Hang Five.
Rebecca freut sich über ihren 2. Platz
Damit hatte sie dann den Sack zugemacht und Jaqualine Croce auf den dritten sowie die zweimalige Weltmeisterin Jessica Oswald auf den vierten Platz verwiesen. Rang 1 ging unangefochten an Bri Chmel, die in ihrem ungewöhnlichen, geduckten Stil jede Menge 360s und Shuv-its zeigte. Jessica Oswald konnte ihre Enttäuschung über dieses Ergebnis nicht verbergen und lehnte weinend Interviewanfragen der lokalen Presse ab.
Die Männerkonkurrenz verlief weniger spektakulär, zumindest was das Ergebnis angeht. Gewonnen hat, ebenfalls unangefochten, der mehrmalige Weltmeister Drew Danielo, der so viele unglaubliche Tricks zeigte, die ich leider überhaupt nicht benennen kann, weil er viele davon selbst erfunden hat. Seine 2 mal 45 Sekunden pro Lauf nutze er jedenfalls voll aus und entzündete ein wahres Feuerwerk an Tricks. Shuv-its und 720s sind da noch die „einfacheren". Eine Überraschung gab es dann doch noch bei den Männern: Surfstyle-Profi Chase Hazen, der sich im Internet mit vielen herausragenden Tricks bekannt gemacht hat, ist trotz extrem hoher Airs nicht ins Final gekommen.
Drew Danielo
Nicht zuletzt machten Drew Danielos Vorstellung, sowie das überraschend gute Ergebnis für die Schweiz die World Wakesurfing Championships zu einer gelungenen Veranstaltung. Gerade was die Organisation und die Wake (vom Centurion Enzo) angeht, kann man sich hierzulande noch ein paar Riesenscheiben davon abschneiden. Besonders deutlich ist übrigens die Dominanz von Skimstyle-Fahrern. Die Open waren nicht in Surf und Skim unterteilt, was dafür sorgte, dass mit der Ausnahme von Rebecca Ort nur Skimrider auf dem Treppchen landeten.
Danke an Holger von www.wakesurf24.ch für den Artikel!
Text und Fotos: Holger / Wakesurf24.ch












