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Die Regattastrecke in Fühlingen
Bereits im Jahr 2004 konnte der WSD die diesjährige Location - den Fühlinger See - im Rahmen eines Show-Events testen. Daher war allen klar, dass die Fühlinger Regattastrecke in der Nähe von Köln der ideale Standort für Contests sein wird.
Die Strecke läuft so nahe am Ufer vorbei, dass die Zuschauer hautnah am Geschehen sind. Ein weiterer Vorteil ist die Uferböschung: Der Steinwurf verhindert in perfekter Art und Weise jeglichen Backwash!
Zum Fleiss der Veranstalter kam am vergangenen Wochenende auch das Glück des Tüchtigen hinzu. Petrus zeigte sich trotz der späten Jahreszeit von seiner besten Seite und schickte 3 Tage Sonnenschein über die Rider und Zuschauer. Dazu nur minimaler Wind: Boarderherz was willst du mehr?
Moderator und Einheizer Clint Liddy gelang es dann auch in genialer Art und Weise die ca. 3000 Zuschauer auf das Event einzustimmen. Am Ende feuerten selbst zufällig vorbeigekommene Rentner die Rider an - Stimmung pur.
Um den Zuschauern endgültig die Schweissperlen aufs Gesicht zu jagen, ließ Rockon.de am Samstag Mittag die Jungs von "The Go Faster Nuns" von der Kette.

"The Go Faster Nuns" heizen dem Puplikum ein
Ein ewiger Streitpunkt bei Wakeboard Boot Contests ist bekanntlich das Zugboot. Auch hier sollte in Fühlingen ein Schlusspunkt unter die Diskussion gesetzt werden. Ich sage nur: Correct Craft 210 Team Edition mit viiiiiieel Extraballast. Punkt. Am Steuer des grünen Monsters zeigten Thorsten Pritsch und Georg Schmitt, dass sie sehr genau wissen wie die Boarder gezogen werden wollen. Saubere Leistung, Jungs!
Selbst ein Siggi Pranke, unser Washälteinbootausbevoresuntergeht Dude, war zufrieden.
Fakt ist, dass die Wake so massiv war, dass sich selbst die erfahrenen Rider erstmal auf den Pop einstellen mussten. Conni Schrader schraubte sich im Training gleich mal mit einem fetten 720 über den 2UP und zeigte was mit diesem Setup möglich ist.
Apropos Conni Schrader - ein sehr trauriges Kapitel der diesjährigen DM. Im Training noch in absoluter Top-Form musste der mehrfache Deutsche Meister nach einer harten Landung leider verletzungsbedingt eine weitere Teilnahme absagen. Das Knie machte Conni bei seiner Titelverteidigung einen Strich durch die Rechnung. Da auch der Vorjahres-Zweite Flo Keim verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte, war die Spannung, wer in 2008 ganz oben auf dem Treppchen zu finden sein wird, umso größer.

Tobias Dammith - Deutscher Meister bei den Juniors
Kommen wir zu den Juniors. Durch das Hochrücken von Marvin Kalter in die Open Klasse, war der amtierende Deutsche Meister in dieser Klasse nicht mehr am Start.
So wurde es also spannend als Tobias Dammith, Joey Zimmermann und Stephan Kraus ihre Tricks zeigten. Wie in keiner anderen Klasse wurde hier der 30m lange Slider gerockt. Boots-Neuling Niko von Lerchenfeld sah hier natürlich seine Chance und erreichte trotz seiner wenigen Erfahrung am Boot den sensationellen 3.Platz. Knapp hinter ihm auf Rang 2 Joey Zimmermann, der sich vom letztjährigen 4. Rang um 2 Plätze nach vorne gearbeitet hat.
Die meisten Fortschritte aller Juniors machte jedoch ganz klar Tobias Dammith. Letztes Jahr noch auf Rang 3, konnte ihm dieses Jahr keiner das Wasser reichen. Egal ob auf dem Slider oder an der Wake: Tobias ist einfach ein Styler. Wir sind gespannt was die Zukunft bringt!

Siggi Pranke - Deutscher Meister bei den Masters
Auch bei den Masters wurde es spannend! Oliver Mohr, Deutscher Meister 2007, zeigte im Vorlauf einen extrem deluxen Run und baute einen hohen Druck auf seine Verfolger Siggi Pranke und Volker Schmidt auf.
Am besten kam Lokalmatador Siggi Pranke mit der Situation zu Recht. Siggi, der seit 2006 auf dem Treppchen der Masters zu finden ist, konnte sich im Finale nochmals steigern und legte einen Traumrun hin: Scarecrow, Mex. Backroll, Frontroll, FS 360°, Indy W2W (poked), Stalefish, HS FS 540°, Half Cab 180°, Melon 180°, Slider: 360°, TS FS 180°, 2UP: 360.
Mit diesem ausgewogenen und stylischen Run konnte Siggi Pranke an diesem Wochenende kein anderer Master das Wasser reichen. Unser herzlichster Glückwunsch geht daher an Siggi Pranke, der sich wie kaum ein anderer Rider im Wakeboard-Sport verdient gemacht hat - es freut uns daher besonders, dass er es diesmal bis ganz nach oben geschafft hat.
Platz 2 der Masters belegte Volker Schmidt, der mit einem soliden Run vor dem unglücklichen Oliver Mohr landete. Oli, dein TS Backside 180 ist trotzdem der Geilste!!

Pete Reissmann - Deutsche Meisterin bei den Ladies
Wachablösung bei den Frauen! Wer geglaubt hat, bei den Ladies ist eh immer alles klar, der irrt. Sigi Bächler, Deutsche Meisterin 2002, 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007, konnte diesmal nicht an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Neben Pete Reissmann, die in diesem Jahr bereits beim Chill and Ride vor Sigi gelandet war, lag auch Gini Pfennings - die Vorjahres Zweite - in Lauerstellung.
Die erste Überraschung gab es schon im Qualifying. Trotz zweier super hohen und sauberen Inverts gelang es Sigi Bächler nicht an Slider-Spezialistin Gini Pfennnings vorbeizuziehen. Um im Finale alles klar zu machen, hätte Sigi also noch eine Schippe obendrauflegen müssen. Hohes Risiko war angesagt. Pete Reissmann zeigte mit einem eher durchwachsenen Vorlauf Nerven und es erweckte den Anschein als ob Gini und Sigi wie im Vorjahr die DM unter sich ausmachen würden.
Doch es kam anders als erwartet. Sigi Bächler, die vor Gini ins Finale ging, setzte alles auf eine Karte, stürzte jedoch 2x sehr unglücklich bei ihrem sonst sicherstem Sprung, der Backroll. Somit war der Weg frei für Gini und Pete.
Letztendlich konnte aber auch Gini den Sack nicht zu machen. Trotz guter Leistung am Slider reichte der restliche Run nicht für mehr als Rang 3.
Lachende Dritte war Pete Reissmann. Ein sehr solider Run mit 50/50 Slide auf dem Rail, einer hohen Backroll, TS und HS 180s sowie fetten Grabs reichte trotz Sturz bei der Scarecrow locker für Rang 1. Damit ist die Serie aus 6 Deutschen Meisterschaften in Folge für Sigi Bächler gebrochen.
Glückwunsch an Pete Reissmann zum Sieg bei der DM 2008!

Marvin Kalter - Deutscher Meister Open Men
Wer wird Deutscher Meister bei den Open Men 2008? Diese Frage stellten sich Alle nach dem Ausscheiden von Conni Schrader und der Nichtteilnahme von Flo Keim. Ganz oben auf der Liste standen Namen wie Alex Neuwirth, Sven Assmuth und der aus dem Ruhestand zurückgekehrte Hardy Tunnissen. Dieser ließ sich nach dem Ausfall von Conni Schrader spontan überreden bei der DM an den Start zu gehen.
Weitere Aspiranten auf den Titel waren die DM-Neulinge Mike Hilgers und Robert Schneider. Wo wart ihr eigentlich die vergangen Jahre?? Euer stylischer Fahrstil wäre eine große Bereicherung bei früheren DM´s gewesen!
Am Ende waren es nur 3,3 Punkte die den Rang 1 von Rang 2 trennen würden. Unser persönlicher Favorit Alex Neuwirth ließ es im Finale dann auch richtig krachen und zeigte mit Sprüngen wie Tantrum to blind seine Klasse. Wer könnte ihn wohl schlagen?
Klar war, dass der Slider eine entscheidende Rolle spielen wird. Der Finallauf des späteren Siegers:
Switch HS FS 180, Nosepress über den Slider, HS FS 540, TS Indy, Krypt, Indy Tantrum, Switch HS FS 180, HS BS 360, 270 on Tailpress 90 out, SW Roll to Revert und zum Schluss 911 über den 2UP.
Der Fahrer? Marvin Kalter!
Mit diesem Run war Marvin bei der DM einfach nicht zu schlagen. Damit zeigt seine Erfolgskurve der letzten Jahre stetig bergauf: 2. DM Juniors 2006 -> 1. DM Juniors 2007 und nun 1. DM Open 2008 - das nennt sich Karriere. Glückwunsch an Marvin!!
Rang 2 der Open Men ging verdient an Alex Neuwirth vor Robert Schneider auf Rang 3.

Niko von Lerchenfeld - Sieger des Rail Battle
Beim mit 2.500 Dollar dotiertem Rail Battle braucht man nur einen Namen nennen: Niko von Lerchenfeld. Was dieser kleine Mann auf den Slider zaubert muss man einfach gesehen haben. So viel Style auf einmal ist schon fast nicht mehr normal.
Einfach die Action-Fotos abwarten und ihr wisst was ich meine!

David Vervenne - Sieger des 2UP Battle
Ebenfalls um einige Dollar reicher ist David Vervenne aus Belgien. Wie schon beim Rail Battle gab es auch beim 2UP Battle insgesamt satte 2.500 Dollar zu gewinnen. Bei der DM noch außerhalb der Wertung gestartet wurde uns beim 2UP Contest gezeigt was Höhe bedeutet. Das Foto da oben ist keine Fotomontage! :-)
Hier findet ihr alle Ergebnisse der DM Boot 2008.
Was bleibt abschließend zu sagen? Es wird schwer werden, diese DM zu toppen: Perfekte Location, Top Zugboot, Moderation auf höchstem Niveau, souveräne Judges und sehr gute Organisation.
Wir hoffen auf jeden Fall, dass der WSD und Rockon.de ihre Partnerschaft fortsetzen werden, damit auch im Jahr 2009 die Messlatte dort oben bleibt!
Text und Fotos: Reto












